So macht Job wieder Spaß

Das Gallup-Institut führt jährlich Befragungen zum Thema Arbeitszufriedenheit und Engagement der Mitarbeiter/innen durch. Der Bericht des letzten Jahres zeigt, dass bereits jede/r vierte Arbeitnehmer/in innerlich gekündigt hat. Zwei Drittel machen in ihrem Beruf Dienst nach Vorschrift und nur 15% sind voll engagiert. Mitarbeiter/innen wie diese sind nachweislich weniger produktiv und gehen öfter in Krankenstand, dadurch entstehen in Österreich jährliche Produktivitätseinbußen von 15 Milliarden Euro. Gute und vor allem motivierte Mitarbeiter/innen zählen deshalb zum größten Kapital von Unternehmen. Anstatt von wertvollem Feedback erhalten Arbeitnehmer/innen oft das Gefühl, dass die Kontrollen und Regulierungen im Arbeitsprozess immer stärker werden und dass der persönliche Spielraum, um beispielsweise die Kreativität ausleben zu können, immer kleiner wird.

Die emotionale Bindung an das Unternehmen ist ein wichtiger Faktor in Bezug auf das Engagement der Mitarbeiter/innen. Denn durch eine hohe emotionale Bindung an die Firma sinkt die ungewollte Fluktuation um 44%, die Produktivität steigt hingegen um 50%. Zusätzlich erhöht sich die Rentabilität um 33%. Vor allem ein gutes Betriebsklima, eine interessante Aufgabenstellung, Wertschätzung und Raum zum selbstständigen Arbeiten sind wichtig, denn wenn diese Faktoren erfüllt werden wird gerne gearbeitet.

Auch Mitarbeiter/innen haben die Möglichkeit durch Selbstmotivation ihre Arbeitslust und -leistung zu steigern. Welche Möglichkeiten gibt es nun, damit Sie wieder Spaß an der Arbeit haben? Zu aller erst hilft es locker zu bleiben. Ein aus Schweden stammendes Konzept, welches sich „Lunch-Party“ nennt, hat auch Einzug in Österreich gehalten. Dabei geht es darum zwischen der Arbeit einfach mal abzuschalten und in der Mittagspause abzutanzen. Die Initiative ergreifen kann auch helfen, um die Motivation zu steigern. Das heißt, dass Vorschläge für ein besseres Betriebsklima oder für mehr Freude am Arbeitsplatzt direkt bei der Führungskraft angebracht werden.

Das Gesamtziel eines Projektes im Auge zu behalten und das Wissen, dass die eigene Arbeit unumgänglich für den Erfolg des Unternehmens ist kann helfen das Selbstbewusstsein zu steigern. Sich selbst zu belohnen ist ein weiterer wichtiger Punkt hinsichtlich Motivation. Setzten Sie sich selbst Ziele, wie zum Beispiel: „Wenn ich diese Arbeit bis 10 Uhr erledigt habe, dann habe ich mir einen Kaffee und ein Stück Schokolade verdient.“ Pushen Sie außerdem Ihr Selbstvertrauen indem Sie beispielsweise eine Liste mit Ihren Stärken und Erfolgen erstellen.

Versetzen Sie sich selbst in den „Mach-Modus“. Suchen Sie sich eine kleine Aufgabe, die erledigt werden muss und nicht zu schwierig ist. Danach setzten Sie sich ein langfristiges Ziel. Nach Erledigung der ersten kleinen Aufgabe entsteht eine positive Dynamik und Sie haben mehr Schwung zur Erreichung des langfristigen Zieles. Oder stellen Sie sich vor, dass in zwei Monaten Ihr Job von jemanden übernommen wird, wie können Sie dieser Person Ihren Job schmackhaft präsentieren?

Die wohl einfachste Methode zur Motivation ist: einfach zu lachen. Nutzen Sie also jede Gelegenheit zum Lachen, denn wir lachen nicht, weil wir glücklich sind sondern wir sind glücklich, weil wir lachen. Die Politik der kleinen Schritte ist eine weitere Möglichkeit die Motivation zu steigern. Dabei geht es darum ein Ziel in kleine messbare Schritte umzuwandeln. Durch die Konzentration auf das Ziel entsteht im Gehirn ein Prozess und dadurch beginnt die Ausarbeitung einer Erfolgsstrategie.

Auch das Erstellen von To-Do Listen kann Ihnen helfen Ihre Motivation anzuheben. Ersetzen Sie außerdem Ihre negativen Formulierungen wie „Das kann ich nicht.“ durch eine positive Ausdrucksweise wie „Ich kann das.“ Setzen Sie sich außerdem eine Deadline bis wann Sie gewisse Arbeiten erledigt haben möchten. Wenn Sie nun ein paar der beschriebenen Motivationsmöglichkeiten nutzen, steht einem steigenden Motivationsgefühl fast nichts mehr im Weg. 

Quelle: So macht Job wieder Spaß, Trend, Ausgabe 12, Dezember 2013, S. 77-83

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